Solidarität und Trauer

Wir Andernacher Falken sind tief bestürzt über die Anschläge in Norwegen. Den Angehörigen der Opfer gilt unsere ganze Anteilnahme.

Mit Bestürzung haben wir die Nachricht über den Bombenanschlag in Oslo und den Amoklauf im Jugendcamp unserer Schwesteroganisation AUF wahrgenommen. Wir trauern mit den Angehörigen der Opfer und wir solidarisieren uns offen mit der AUF. Wir hoffen, dass die AUF sich nicht entmutigen lässt und künftig weiterhin Jugendcamps veranstaltet.

Die Teilnehmer*innen des Camps sind Opfer dieses Anschlags geworden, da diese für eine solidarische, weltoffene, tolerante und gewaltfreie Gesellschaft kämpft. Eine Gesellschaftsform gegen die sich der Täter in seinen, im Internet vorhandenen Selbstdarstellungen offen ausspricht und zur Vernichtung von Menschen, die dieser Idee anhängen aufruft.

Auch betroffen macht uns die Medienberichterstattung, welche ein Resultat antimuslimischer Ressentiments in Europa ist. Anfangs wurde direkt ein islamistischer Hintergrund vermutet und auf dem Webportal der Fuldaer Zeitung erschien z.B. ein Kommentar, in welchem die offene Gesellschaft Norwegens als Mitschuld gebrandmarkt wird. Dieser ist schnell wieder verschwunden, nachdem der rechtsterroristische Hintergrund bekannt wurde. (vgl. http://www.stefan-niggemeier.de/blog/feiges-journalistenpack/)

Wir Falken empfinden die Instrumentalisierung als Ausprägung eines schon lange bestehenden antimuslimischen Ressentiments, was in vielen europäischen Ländern seinen Ausdruck findet. Und bei aller Kritik an dieser, wollen wir unsere Anteilnahme und Solidarität nicht in den Hintergrund treten lassen. Ebenfalls lassen wir uns auch nicht durch Rechtsterrorismus einschüchtern.